| |
■ Das Außengelände
Das große Außengelände befindet sich hinter dem Gebäude. Es ist gestaltet mit
Klettergerüst
und Rutschbahn, Balancierbalken, Vogelnestschaukel und einem Sandkasten.
Die Kindergartenkinder bekommen auch die Möglichkeit, auf dem Bolzplatz der Schule
Fussball
zu spielen.
 
■ Das Gebäude
Unsere Einrichtung befindet sich in der Boskoopstraße 4. Das Gebäude beherbergt die
Liesel-Östreicher-Schule (Grundschule), unsere Kita und das Jugendhaus.
Der Kindergartenbereich befindet sich im Erdgeschoss und ist mit folgenden Funktionsräumen
ausgestattet: Rollenspielraum, Bauraum, Spieleraum,
Multiraum, Kreativraum,
Snoezeleraum und Bewegungsraum.
Die Schülerbetreuung ist im ersten Stock untergebracht.
Das Büro der Kita-Leitung befindet sich im ersten
Stock.
 
■ Die Räumlichkeiten
Der Bauraum
Beim Bauen und Konstruieren können die Kinder physikalische Gesetzmäßigkeiten kennen lernen, und sie nehmen wahr, dass sie ihre Umwelt mit- gestalten können.
Sie können gemeinsam mit anderen Kindern etwas bauen oder auch zerstören und machen so elementare Erfahrungen.
Kinder relativieren zwischen groß und klein; eng und weit; machen räumliche Zuordnungen wie innen – außen; vorn – hinten; über – unter; und erwerben Begriffe von Gegenstandsklassen wie Klötze, Kegel oder Stangen.
Kinder verbinden das Bauen oft mit dem Fantasiespiel. Sie erzählen sich Geschichten und erfinden immer wieder neue Möglichkeiten für ihr „Gebautes“. Kinder benötigen vielfältige Möglichkeiten zum klein- und großräumigen Bauen und Konstruieren.
Der Kreativraum
Im Kreativraum haben die Kinder die Möglichkeit, mit selbstgewählten Materialien eigene Kunstwerke zu erschaffen. Die Erfahrungen im Kreativraum tragen dazu bei die sinnliche Wahrnehmung zu stärken und die Lust am selbstbestimmten Tun zu wecken. In der Begegnung mit Kunst entdeckt das Kind neue Wege, um seine Gefühle und Gedanken auszudrücken und bildlich oder plastisch darzustellen.
Im Kreativraum wird den Kindern die Möglichkeit gegeben verschiedene Techniken und Materialien kennenzulernen und selbstständig auszuprobieren. Im Vordergrund steht die Freude am Gestalten und Experimentieren mit Farben und Formen. Es ist uns wichtig, dass die Kinder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und sich trauen etwas auszuprobieren. Die Kinder werden in ihrem eigenen kreativen Prozess von uns unterstützt.
Somit sind für uns die wichtigsten Bildungs- und Erziehungsziele (angelehnt an den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für 0- bis 10jährige):
► Mit allen Sinnen bewusst wahrnehmen lernen
► Gestaltungs- und Ausdruckswege entdecken
► Verfahren, Techniken und Werkzeuge erproben
► Bildnerische Techniken und Verfahren in der Fläche und im Raum anwenden
► Künstlerisches Gestalten und Darstellen als Gemeinschaftsprozess mit anderen erfahren.
Der Bewegungsraum
Kinder lernen durch Bewegung! Dabei erfahren sie etwas über sich selbst, über ihren Körper und ihre Gefühle, über ihre Umgebung und Materialien genauso wie über
andere Kinder. Alle Sinnewerden durch Bewegung angesprochen und sensibilisiert. Unser Ziel ist es die Kinder auf ihrem Weg zur umfassenden Handlungsfähig bestmöglich zu unterstützen.
Die motorische Entwicklung stellt dabei ein grundlegendes Element der Gesamtentwicklung eines Kindes dar und umfasst verschiedene Bereiche (Vgl.„Bildung von Anfang an/ Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen“, Hessisches Sozialministerium; 2007)
► Motorik
- Körpergefühl und Körperbewusstsein entwickeln
- Motorische und koordinative Fähigkeiten erproben
- Konditionelle Fähigkeiten ausbilden
► Selbstkonzept
- Das Selbstwertgefühl durch mehr Bewegungssicherheit steigern
- Entspannung und Anspannung erfahren
- Bewegung als Möglichkeit zur Steigerung positiver Emotionen, innerer Ausgeglichenheit und Impulskontrolle nutzbar erhalten.
► Motivation
- Bewegungsfreude und Aktivitätsbereitschaft erhalten
- Leistungssteigerung innerhalb des eigenen Fortschritts sehen
- Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motorische Herausforderungen bewahren.
► Soziale Beziehungen
- Teamgeist und Kooperation entwickeln
- Freude an der gemeinsamen Bewegung mit anderen erwerben und dabei Regeln verstehen und einhalten
- Bewegung als Interaktions- und Kommunikationsform erleben
► Kognition
- Konzentration auf bestimmte Bewegungsabläufe stärken
- Fantasie und Kreativität durch Ausprobieren neuer Bewegungsideen entwickeln
- Wissen um den sachgerechten Umgang mit Sportgeräten und verschiedenen Fachausdrücken der Sportarten erwerben
All diese Entwicklungsbereiche schulen die Kinder mit viel Freude täglich beim Spielen und Toben. Um sie dabei zu unterstützen stellen wir den Kindern im Bewegungsraum – und auch auf dem Außengelände – wechselnde Materialien zu Verfügung und gestalten Bewegungs-baustellen. Darüber hinaus nimmt jedes Kind einmal in der Woche an einem erlebnisorientierten Angebot teil, der Turngruppe.
Der Rollenspielraum
Das freie Rollenspiel
Beim freien Rollenspiel, das auch spontanes Rollenspiel genannt wird, suchen sich die Kinder die Themen, die sie gerade beschäftigen aus und schlüpfen in die Rolle, mit der sie sich in der momentanen Situation am meisten identifizieren können. Situationen aus dem alltäglichen Leben (Familie, Arztbesuch, Apotheke, Polizei, Schule...) oder Szenen aus Bilderbüchern, erzählten Geschichten und Märchen, aus Fernsehsendungen oder von Hörspielkassetten werden von den Kindern nachgespielt.
Kinder schlüpfen ständig in andere Rollen und Perspektiven. Gleichzeitig können sich die Kinder durch die Perspektivenwechsel auf die Suche nach der eigenen Identität begeben und sich darin üben. Sie probieren sich aus und lernen dabei etwas über sich und andere. Wenn Kinder in andere Rollen schlüpfen, können sie auch andere Gefühle ausdrücken und zulassen. Das darstellende Spiel ist von außerordentlicher Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Das Kind kann Erlebnisse verarbeiten, spielerisch umsetzen, vertiefen und einüben. Oft spiegeln Kinder in ihren Rollenspielen aber auch die Erwachsenenwelt wider. Wenn wir genau hinsehen und hören, erkennen wir uns möglicherweise..
Das gelenkte Rollenspiel
Bei ihren Beobachtungen des freien Rollenspiels wird die Erzieherin auf Probleme einzelner Kinder, Konflikte in der Gruppe oder auf Themen, die die Kinder besonders beschäftigen, stoßen (z. B. es gibt Kinder, die sich nie an einem Rollenspiel beteiligen. Bestimmte Kinder werden von einer Gruppe, die gerade in einem Rollenspiel vertieft ist, vom Mitspielen ausgeschlossen. Die Kinder spielen immer wieder Krankenhaus. Dabei merkt die Erzieherin, dass die Kinder Vorstellungen vom Krankenhaus haben, die der Realität nicht entsprechen).
Mit Hilfe des gelenkten Rollenspiels kann die Erzieherin verstärkt auf die Themen, Probleme und Konflikte, mit denen sich die Kinder gerade auseinandersetzen eingehen. Spielstruktur und Spieldauer werden durch die Erzieherin als Spielleiter bestimmt. Sie gibt Spielimpulse und organisiert das Spiel. Lernziele werden von ihr bewusst gesetzt und das Erreichen dieser Ziele am Ende überprüft.
Was wird gefördert?
► Kreativität
► Phantasie
► Sprache
► Sozialverhalten
► Gefühle zeigen und lernen damit umzugehen.
|
|
Der Snoezelraum
Der Begriff Snoezeln setzt sich aus den niederländischen Begriffen Schnüffeln und Dösen zusammen.
Wir snoezeln mit den Kindern, um Reizüber-flutungen abzubauen. Durch entsprechende Spiele und Geschichten werden die Kinder an das Thema Entspannung herangeführt. Sie lernen sich zu entspannen, auszuruhen und neue Kraft zu tanken. Der Snoezelraum ist ein abgedunkelter Raum mit folgenden Elementen: medidative Musik, hellen Wänden und Sitz- bzw. Liegeflächen, Wassersäule, Lichteffekte, Tastobjekte, Igelbälle, Massageschläuche und evtl. auch Duftelemente.
Beim Snoezeln werden Freiräume geschaffen, um zu seelischer Ausgeglichenheit zu finden. Durch Massagen, Fantasiereisen, Wahrnehmungsübungen, Meditationen und autogenes Training wird den Kindern in einer angenehmen Atmosphäre die Möglichkeit gegeben, in eine andere Welt einzutauchen und sich fallen zu lassen.
Durch die verschiedenen Techniken sensibilisieren die Kinder ihre Sinne und sie können ihre Sinnes- und Körperwahrnehmung beeinflussen und verbessern.
Der Multiraum
Unseren Multiraum nutzen wir auf vielfältige Weise:
Frühstück
Von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr erhalten alle Kinder die Möglichkeit, sich am Frühstücksbuffett zu bedienen. Wir haben ein reichhaltiges Angebot: verschiedene Brotsorten, Käse, Wurst, beim “süßen” Frühstück auch Honig und Marmelade, Joghurt, Flakes, Müesli sowie frisches Obst und Gemüse (Rohkost). Wir bieten Wasser, Tee und Milch zu trinken an. Die Kinder dürfen sich selbst bedienen. Unsere Hauswirtschaftskraft Gyli Launhardt betreut die Kinder liebevoll und hilft bei Bedarf, z.B. beim Brote schmieren.
Geburtstage
Unsere Geburtstagskinder erwartet ein festlich geschmückter Tisch, natürlich mit Kerzen. Wir singen für das Geburtstagskind, essen zusammen Kuchen - viele gute Wünsche und ein Geschenk dürfen auch nicht fehlen.
Die drei- und vierjährigen Kinder feiern mit ihrer Stammgruppe und ihrer Erzieherin. Geschwisterkinder und/ oder eine Freundin/ ein Freund aus einer anderen Gruppe der Kita sind ebenso eingeladen.
Unsere Fünf- und Sechsjährigen dürfen sich 10 Kinder und eine Erzieherin auswählen, die sie einladen.
Pädagogische Angebote
Hier stehen folgende Materialien zur Verfügung: Perlen zum Fädeln, Steck-, Mosaik- und Magnetspiele sowie Lege- und Nagelmaterial.
Die Kinder haben die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Diese Übungen können die Kinder bei der Ausbildung ihrer Feinmotorik, ihrer Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer unterstützen sowie bei der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Sozialkompetenz. In angeleiteten Angeboten lernen die Kinder ein Verständnis von Mengen, Farben und Formen zu bilden, z.B. durch Sortieren und Vergleichen. Die Aufgaben können allein oder in Kleingruppen gelöst werden. Hier erfahren die Kinder, wo ihre Stärken liegen, was sie allein schaffen können oder wie es ist, in einem Team zu arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen. Alle Übungen lassen sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestalten, so dass alle Altersgruppen angesprochen werden können.
Der Spieleraum
Im Spieleraum stehen verschiedene Tischspiele, Kartenspiele und Puzzle zur Verfügung. Unsere Kinder können die zwei vorhandenen Tische und den Spielteppich nutzen. Wer mag, kann sich in eine ruhige Ecke zurückziehen, in einem Buch blättern oder sich vorlesen lassen.
Wir haben Spiele und Puzzle, die recht übersichtlich sind und vor allem für unsere Jüngsten geeignet sind und welche, die komplexer sind. Aber wir schränken die Kinder nicht ein. Jedes Kind darf selbst entscheiden, welches Puzzle oder Spiel es sich auswählt und ob es allein oder mit anderen arbeiten möchte. Wir bieten allen Kindern, die Möglichkeit, sich auszuprobieren.
Bei vielen Spielen, wie z.B. “Mensch-ärgere-dich-nicht”, macht es viel mehr Spaß, miteinander zu spielen. Im gemeinsamen Spiel erleben die Kinder sich selbst und die anderen.
Wir wollen das Selbstbewusstsein der Kinder stärken sowie ein freundliches Miteinander, einen respektvollen Umgang fördern. Die Kinder können lernen, einander zu achten und Grenzen zu wahren. Sie können Kompetenzen wie Empathie und Kommunikation erlangen, erfahren Kooperation und Konkurrenz. Damit verbunden sind sprachliche Kompetenz und Sachkompetenz. Im Umgang mit Tischspielen können die Kinder logisches Denken trainieren; genaues und differenziertes Hinsehen und Zuhören sind notwendig. Den Kindern ist es wichtig, den Gewinner zu ermitteln. So müssen sie dabeibleiben, bis das Spiel zu Ende ist. Die Ausdauer kann so gefördert und die Frustrationstoleranz erhöht werden. Die Kinder lernen, sich mit den Spielregeln und mit den Regeln im Raum auseinanderzusetzen und sie einzuhalten. Selbstverständlich werden die Kinder von einer Erzieherin unterstützt, um sich ausprobieren zu können und diese Ziele, die im Hessischen Bildungsplan verankert sind, zu erreichen.
|
|
|